«Wir denken ein Projekt, bevor es gebaut wird»

Amira Cubillos steigt dort ein, wo bei einem Bauprojekt noch vieles offen ist. Als Projektmanagerin in der Projektentwicklung bei W+P erarbeitet sie Machbarkeits- und Potenzialstudien, entwickelt Konzepte und behält die Abläufe im Blick.

Was ist dein beruflicher Hintergrund?

Ich komme aus Konstanz und habe in Stuttgart Wirtschaftsingenieurwesen mit Fachrichtung Bau studiert. Anschliessend war ich vier Jahre in einem Ingenieurbüro tätig und arbeitete dort vor allem für die Automobilindustrie. Auf W+P bin ich über ein Stelleninserat aufmerksam geworden, das ich, soweit ich mich erinnere, über die sozialen Medien entdeckt habe. Die Verbindung von Bau und Industrie hat mich sofort angesprochen. Heute lebe ich in Kreuzlingen und pendle nach Wil – das passt für mich sehr gut.

Was fasziniert dich am Bau- und Industrieumfeld?

Die enorme Vielseitigkeit. Jedes Projekt ist anders und man lernt eigentlich nie aus. Wir beschäftigen uns mit ganz unterschiedlichen Unternehmen, Gebäuden und Anforderungen. Ein spezielles Beispiel war das Kunsthaus Zürich, für das wir ein Nutzungs- und Betriebskonzept erarbeiten durften. Dort waren wir bewusst als Aussensicht gefragt. Das war ein komplett anderes Thema als ein klassisches Industrieprojekt – und gerade deshalb sehr spannend.

Organisation ist in deinem Job ein grosses Thema?

Absolut. Als Projektmanagerin muss man gut organisiert sein und jederzeit den Überblick behalten. Gleichzeitig muss man über die einzelnen Teams und Fachbereiche hinweg kommunizieren und über den eigenen Garten hinausdenken. Dazu gehören Terminplanung, Kosten, Anforderungen und viele verschiedene Interessen. Am Ende müssen die einzelnen Teile zusammenpassen.

Wo setzt die Projektentwicklung konkret an?

Wir sind sehr früh in einem Projekt dabei. Zunächst geht es häufig darum, die grundsätzliche Machbarkeit und das Potenzial zu prüfen: Was braucht der Kunde? Ist das Vorhaben auf der vorhandenen Parzelle überhaupt möglich? Wie lässt sich optimal bauen? Wie funktionieren Zufahrten, Wege und betriebliche Abläufe? Aktuell erstelle ich beispielsweise eine Machbarkeitsstudie für Bell Schweiz AG. Ein weiteres Beispiel ist der Neubau von Rösslibeck in Amriswil. Genau diese frühe Konzeptphase macht unsere Arbeit sehr vielseitig.

Und wenn aus dem Konzept Realität wird?

Dann bin ich teilweise tatsächlich auch noch im Boot. Bei den St.Galler Stadtwerken zum Beispiel durfte ich mein Projekt als Projektmanagerin weiterführen. Mittlerweile befinden wir uns in der Ausführung. Damit kommen neue Herausforderungen hinzu, in die man Schritt für Schritt hineinwächst. Es ist spannend, direkt mitzuerleben, wie aus der Konzeptarbeit Realität wird.

Warum sollte man zu W+P kommen?

Ich schätze vor allem das Teamgefühl und die grosse Flexibilität. Wir verbringen viel Zeit miteinander und ich gehe wirklich gerne ins Büro. Vieles basiert auf Vertrauen und die eigene Arbeit wird wertgeschätzt. Dazu kommen zahlreiche Benefits. Viele davon wirken auf den ersten Blick vielleicht klein, sind in der Summe aber wirklich «klein, aber oho».

Und was machst du, wenn du nicht gerade Projekte entwickelst?

Dann steht für mich vor allem der Ausgleich im Vordergrund. Ich mache gerne Sport und verbringe viel Zeit mit meiner Familie.

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