«Industriebauten statt Standardlösungen»

Vom kleinen Einfamilienhaus bis zum grossen Hochregallager: Janice Federer plant bei W+P Projekte, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Nach ihrer Lehre als Zeichnerin Fachrichtung Architektur bei Forma Architekten in St.Gallen stiess sie 2023 durch eine Empfehlung zu W+P. Heute begleitet sie vielseitige Bauprojekte von den ersten Entwürfen bis zur Umsetzung auf der Baustelle.

Was fasziniert dich an deinem Beruf?

Vor allem die Vielseitigkeit. Kein Projekt ist wie das andere und genau das macht den Beruf spannend. Erst kürzlich haben wir eine kleinere Lagerhalle für die Eigenmann AG in Wittenbach abgeschlossen. Gleichzeitig arbeite ich an einem neuen Hochregallager für Coop. Das sind komplett unterschiedliche Projekte mit ganz anderen Anforderungen. Besonders spannend finde ich, wenn ich ein Projekt von Anfang bis Ende begleiten kann, von den ersten Plänen bis zur Ausführung.

Welche Fähigkeiten braucht es in deinem Beruf?

Wichtig sind räumliches Vorstellungsvermögen und technisches Verständnis. Man muss sich vieles bereits als 3D-Bild im Kopf vorstellen können. Auch Mathematik gehört dazu. Gleichzeitig ist der Beruf sehr vielseitig und bietet viele Weiterbildungsmöglichkeiten. Mit der entsprechenden Weiterbildung stehen später viele Wege offen.

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Einen typischen Arbeitstag gibt es eigentlich nicht. Es kommt immer darauf an, in welcher Phase sich ein Projekt gerade befindet. Besonders spannend wird es oft in der Ausführung oder bei Umbauten im Bestand. Dort wird es schnell komplex, genau das macht die Arbeit interessant.

Welche Tools nutzt du täglich?

Vor allem CAD-Programme. Heute läuft vieles digital und computergestützt. Trotzdem braucht es viel Verständnis für bestehende Gebäude und ältere Pläne. Teilweise müssen alte Bestandespläne zuerst interpretiert und digitalisiert werden. Neben der Arbeit am Computer gehören aber auch Baustellenbesuche zum Alltag.

Was macht gute Planung für dich aus?

Teamarbeit ist enorm wichtig. Man arbeitet laufend mit verschiedenen Fachplanern zusammen und entwickelt gemeinsam Lösungen. Gleichzeitig braucht es Durchhaltevermögen und manchmal auch etwas Durchsetzungswillen. Als Zeichnerin ist man oft bereits früh in die gesamte Planung eingebunden.

Ist dein Beruf eher kreativ oder technisch?

Der technische Teil überwiegt klar. Kreativität gehört zwar ebenfalls dazu, aber der Beruf ist stark technisch geprägt. Besonders interessiert mich aktuell der Bereich Brandschutz. Den Grundkurs habe ich bereits absolviert, für die weitere Weiterbildung lasse ich mir aber bewusst noch etwas Zeit.

Was motiviert dich bei W+P?

Obwohl wir organisatorisch in verschiedene Abteilungen aufgeteilt sind, ist der Zusammenhalt im Alltag sehr gross. Man trifft sich gemeinsam über Mittag und unterstützt sich gegenseitig. Gerade innerhalb des Teams ist das Umfeld sehr familiär. Wenn man Fragen oder Probleme hat, findet man immer Hilfe. Dazu kommen verschiedene Benefits, die ich sehr schätze, etwa Massagevergünstigungen oder Gutscheine. Das sind Dinge, die man im Alltag wirklich merkt und die in der Summe nicht zu unterschätzen sind.

Was unterscheidet Grossprojekte vom klassischen Wohnungsbau?

Bei W+P arbeiten wir oft an grösseren Projekten und Industriebauten. Der grösste Unterschied liegt für mich darin, dass grössere Bauherrschaften häufig sehr klar organisiert sind und viele Prozesse einfacher ablaufen. Gleichzeitig handelt es sich oft um Eingriffe in bestehende Gebäude oder Anlagen. Dadurch wird die Planung komplexer und spannender.

Was machst du in deiner Freizeit?

In meiner Freizeit gehe ich gerne reiten. In Flawil darf ich ein Pferd namens Nikita bereiten. Ausserdem gehe ich regelmässig ins Fitness nach Wil. Hauptsache, es läuft immer etwas.

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