«Wir schaffen Bauten für Generationen»
Yon, wie hat deine berufliche Reise begonnen?
Mit einer Lehre als Hochbauzeichner – ganz klassisch. Ich war bei Buffoni Bühler und durfte früh an spannenden Projekten mitarbeiten. Eines der grössten war der Umbau des Tagblatt-Gebäudes in St.Gallen. im Jahr 2020 bin ich zu W+P gekommen. Seither hat sich viel getan: Ich habe die HF als Techniker in Hochbau abgeschlossen – eine vierjährige Weiterbildung. Und diesen Frühling startete ich den Master in Real Estate Management. Die Reise geht also weiter.
Was hat dich an der Branche von Anfang an gepackt?
Dass man sieht, was man schafft. Es gibt kaum ein anderes Berufsfeld, wo du so konkret mitgestaltest. In der Lehre durfte ich ein Einfamilienhaus planen – das hoffentlich noch über viele Generationen hinweg Freude bereitet. Und jedes Mal, wenn ich daran vorbeifahre, denke ich: Das war ich. Heute geht’s um grössere Projekte, ganze Areale – aber das Gefühl ist geblieben. Es ist etwas Emotionales.
Was war dein Fokus im ersten Quartal 2025?
Klarer Schwerpunkt war das Hänseler-Projekt in Herisau, ein komplexer Neubau für ein führendes Schweizer Produktions- und Handelsunternehmen der Pharmabranche. Im späten Frühling laufen die Umgebungsarbeiten, im Sommer übergeben wir das Projekt der Bauherrschaft. Aber auch das WIP-Vorhaben (Wigoltingen Innovation Park) fordert uns weiter – da gibt’s verschiedene Themen, die wir mit viel Fingerspitzengefühl managen dürfen.
Was braucht es, um in der Branche erfolgreich zu sein?
Verständnis. Du musst die Zusammenhänge im Bauwesen verstehen – technisch, wirtschaftlich, rechtlich. Und gleichzeitig brauchst du ein Auge fürs Detail. Eine gute Planung vereint beides: Kreativität und Systematik. Gerade heute, wo Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz immer wichtiger werden, ist unser Job viel mehr als Koordination – wir schaffen Bauten für Generationen.
Wohin soll deine berufliche Reise gehen?
Langfristig möchte ich mich innerhalb der W+P weiterentwickeln – als nächster Schritt vielleicht den Wechsel ins Projektmanagement. Ein weiteres Ziel ist es, die Rolle als Bauherrenvertreter zu übernehmen, vielleicht sogar eines Tages als Portfoliomanager tätig zu sein. Das reizt mich: mehr Verantwortung, mehr strategischer Blick. Wer weiss – vielleicht lebt die Herrero-Dynastie bei der W+P noch viele Jahrzehnte weiter.
Wenn du selbst Bauherr wärst – wie würdest du wohnen wollen?
Privat habe ich den Traum, ein altes Industrieareal zu transformieren – Loftwohnungen mit Charakter, urban und nachhaltig. Und ja, ein eigenes Haus wäre auch schön: mediterraner Stil, warme Brauntöne, offene Räume, ein Garten mit Pool. Materialien mit Seele. Grosszügigkeit, die einlädt.
Warum sollte jemand als Planer zur W+P kommen?
Weil hier kein Tag gleich ist. Du arbeitest mit echten Profis, bist Teil eines starken Teams. Und du hast Einfluss – von der ersten Idee bis zur Schlüsselübergabe. Es geht nicht nur ums Bauen, sondern ums Verstehen: Was braucht der Nutzer? Welche Lösung ist nicht nur technisch, sondern auch wirtschaftlich am besten? Es ist kein 0815-Job. Und gerade das macht’s spannend.
Und wenn du nicht gerade auf der Baustelle bist?
Dann bin ich aktiv: Fitness, Joggen, Unihockey – oder mit Freunden auf Festivals unterwegs – der Ausgleich zum Arbeitsalltag machts schliesslich aus. Es hilft auch, den Kopf freizukriegen – gerade wenn’s auf der Baustelle mal heiss hergeht.




